Wenn verdi mit dem Finger …

… auf Pflegekammern zeigt, zeigen mindestens drei Finger auf verdi zurück. Und manche Argumentation kann von Pflegenden selbst als herabwürdigend, wenn nicht gar beleidigend missverstanden werden, in jedem Fall sind verdi’s Argumente häufig dazu angetan, das Ansehen der Pflege weiter zu schädigen, wenn einem Berufsstand kollektiv unterstellt wird, vor Berufsgerichten Angst haben zu müssen, oder wenn einem Berufsstand die Kompetenz abgesprochen wird, die eigenen Berufsangelegenheit zu regeln, weil das „den Bock zum Gärtner“ machen würde.

Meine persönliche Stellungnahme als Gesundheits- und Krankenpfleger und verdi-Mitglied zur Verdi Seite https://gesundheit-soziales.verdi.de/themen/pflegekammern/++co++21112a64-bdfd-11e6-98b0-525400ed87ba

„Wenn verdi mit dem Finger …“ weiterlesen

Nächste Pflegekammer in Baden-Württemberg?

Die grün-schwarze Landesregierung in Baden-Württemberg will die Pflegenden im Land dazu befragen, ob eine Pflegekammer eingerichtet werden soll. Die Befragung soll nach Angaben des Stuttgarter Sozialministeriums im dritten Quartal dieses Jahres beginnen. „Die Landesregierung will die Selbstverwaltung in der Pflege stärken. Wir unterstützen die Einrichtung einer Pflegekammer, wenn dies von den Beschäftigten in Baden-Württemberg gewollt ist“, sagte die Staatssekretärin im Sozialministerium, Bärbel Mielich, gegenüber der Tageszeitung „Heilbronner Stimme“ in der vergangenen Woche.
„Nächste Pflegekammer in Baden-Württemberg?“ weiterlesen

Beirat Pflegekammer in Baden-Württemberg eingerichtet

30.  April 2017

Beirat Pflegekammer in Baden-Württemberg eingerichtet, erste Sitzung am 20.02.17

Staatssekretärin Bärbl Mielich MdL hat für den 20. Februar 2017 zur ersten Beiratssitzung „Pflegekammer“ ins Sozialministerium in die Schellingstraße nach Stuttgart eingeladen. Geladen waren die Pflegeverbände des Landespflegerates und die weiteren Beteiligten an den Sondierungsgesprächen zur Selbstverwaltung wie BWKG, Verdi, VDAB, DGB, Städte- und Landkreistag, BpA und LIGA.

Thema war die Vorstellung eines  Flyers Pflegekammer in BW und des Fragebogens, der Austausch dazu und das weitere Vorgehen zur Befragung.
Die Befragung zur Pflegekammer soll in diesem Jahr durch ein wissenschaftliches Institut durchgeführt werden. Welches Institut die Befragung durchführt steht noch nicht fest, da erst öffentlich ausgeschrieben werden muss. Befragt werden soll eine statistische Größe von etwa 1200 GKP, GKiKP, Altenpfleger und anteilig Auszubildende in den Pflegeberufen.

„Beirat Pflegekammer in Baden-Württemberg eingerichtet“ weiterlesen

Pflege in Baden-Württemberg braucht Stärkung durch Selbstverwaltung.

Die Landesgruppe Baden-Württemberg des Bundesverbands Pflegemanagement bekräftigt ihre Forderung zur Einrichtung einer Pflegekammer.
Reutlingen, 09. Mai 2016. In der diesjährigen Frühjahrstagung der Landesgruppe Baden-Württemberg des Bundesverbands Pflegemanagement in Kloster Reute bekräftigten die Mitglieder ihre Forderung zur Einrichtung einer Pflegekammer in Baden-Württemberg. Wenn es um die Pflege geht wird oft über die Pflege gesprochen, ohne dass die Pflege selbst mit am Tisch sitzt. Diese Form der Fremdbestimmung darf nicht weiter hingenommen werden, so der Tenor der Tagungsteilnehmer.

„Pflege in Baden-Württemberg braucht Stärkung durch Selbstverwaltung.“ weiterlesen

Landtagsfraktionen Baden-Württemberg zur Pflegekammer

An die 4 Obleute der Enquete Pflege wurden folgende Fragen gerichtet:

1.  Pflegekammer als Ausdruck der Wertschätzung für die Pflegenden: Befürworten Sie die Möglichkeit, Pflegende ihre Berufsangelegenheiten in oder durch eine Pflegekammer selbst regeln zu lassen?

2.  Welche der folgenden Aufgaben könnte Ihrer Meinung nach eine Pflegekammer zugewiesen bekommen?
Registrierung beruflich Pflegender, Berufszulassung, Prüfungsvorsitz, Berufsordnung, Ethische Normierung,
Begutachtung, Gesetzesmitwirkung, Beratung staatlicher Stellen,
Interessenvertretung beruflich Pflegender; Beratung von beruflich Pflegenden;
Regelung von Ausbildung, Studium, Regelung und Angebot von Fort- und Weiterbildung,
Qualitätssicherung, Verbraucherschutz für Menschen mit Pflegebedarf;

3.  Welche Vor- bzw. Nachteile brächte die Einrichtung einer Pflegekammer in Baden-Württemberg mit sich?

4.  Auf den Punkt gebracht: Sind Sie eher für oder eher gegen die Einrichtung einer Pflegekammer in Baden-Württemberg?

Antwort der SPD:

Zu 1.: Die SPD-Fraktion hat bereits frühzeitig öffentlich erklärt, dass sie eine institutionelle Stärkung des Pflege-Berufsstandes für essentiell hält. Professionell Pflegende sollen selbstbewusst auf Augenhöhe mit anderen Gesundheitsberufen – auch der Ärzteschaft – agieren können. Eine Pflegekammer ist ein mögliches Mittel, um eine solche Stärkung zu erreichen.

Zu 2.: Die aufgeführten Bereiche sind allesamt Aufgaben, die einer Pflegekammer zugeordnet werden könnten. Für die Politik ist vor allem wichtig, dass sie einen Ansprechpartner hat, der für die Pflege insgesamt spricht.

Zu 3.: Der große Vorteil der Pflegekammer wäre, dass die Pflege ein Sprachrohr bekommt und an den Angelegenheiten, die sie betrifft aktiv mitwirken kann. Als Nachteil sehen wir die Pflichtmitgliedschaft, die mit Pflichtbeiträgen verbunden wäre.

Zu 4.: Die SPD-Landtagsfraktion hält es für falsch, wenn die Politik den Pflegekräften vorschreibt, wie die institutionelle Stärkung zu erfolgen hat. Gerade bei einem Konstrukt der Selbstverwaltung, was eine berufsständische Kammer ist, halten wir es für zwingend, die Betroffenen in den Entstehungsprozess, so wie in Rheinland-Pfalz geschehen, einzubeziehen und sie am Ende selbst entscheiden zu lassen.

Wenn nach Abwägung aller Pro- und Contra-Argumente der Wunsch nach einer Pflegekammer steht, werden wir diese ermöglichen.

Entsprechend begrüßt und unterstützt die SPD-Landtagsfraktion den von Sozialministerin Katrin Altpeter (SPD) bereits eingeleiteten Prozess zur Stärkung der Pflegeberufe in Baden-Württemberg.